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Flyer Yale-Technik (pdf, 2,7 MB)
Poster Yale-Technik (pdf, 84 KB)
Corail®- Hüftsystem Patienten-Info (pdf, 987kb)
Kontakt
OrthoPraxisOrthopädische Praxisgemeinschaft Gräfelfing
Dr. med. Robert Kipping
Dr. med. Konrad Scheuerer
Dr. med. Ulrich Pfleghar
Neurochirurgische Praxis Gräfelfing
Dr. med. Dr. rer. nat. Markus Eisenburg
Bahnhofstraße 5
D-82166 Gräfelfing
Tel: 089 / 89 82 02 00
Fax: 089 / 89 82 02 02
E-Mail:
info@orthopraxis.de
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Terminvereinbarung:
termin@orthopraxis.de
Hüfte
HüftgelenkersatzFortgeschrittene Arthrose (Verschleiß) äußert sich in Form von belastungsabhängigen Schmerzen, Bewegungseinschränkung und Limitierung der Gehstrecke. Meist ist aufgrund der Zerstörung von Gelenkknorpeln und Knochen ein Gelenkersatz unumgänglich.
Bei jüngeren Patienten und auch bei älteren Patienten mit guter Knochenqualität werden zementfreie Implantate eingebracht. Nur noch selten bei älteren Patienten finden zementierte Implantate Verwendung. Da moderner Hüftgelenkersatz modular aufgebaut ist, werden auch kombinierte Lösungen eingesetzt (z. B. Schaft zementiert/ Pfanne zementfrei).
Röntgenbild einer fortgeschrittenen Hüftgelenksarthrose links etwas stärker als rechts ausgeprägt. Man erkennt den fast aufgehobenen
Gelenkspalt auf der linken Seite.
Technik
An unserer Klinikabteilung werden verschiedene Implantationstechniken angewandt, die individuell auf den Patienten abgestimmt werden.
In den vergangenen Jahren haben sich so genannte minimalinvasive Techniken zur Implantation eines künstlichen Hüftgelenkes etabliert. So haben wir aus den U.S.A. die Yale-Technik übernommen und weiter ausgebaut. Hierbei werden die wichtigen Hüftmuskeln nicht mehr durchtrennt und der Einbau des Kunstgelenkes geschieht durch einen kleinen vorderen Zugang zum Pfanneneinbau und einen kleinen hinteren Zugang zum Schafteinbau. Die beiden Schnitte sind ca. 6 bis 8 cm groß, wobei die Länge des Schnittes auch vom Körperbau des Patienten und dessen anatomischen Bedingungen abhängt. Da diese revolutionäre Technik besonders gewebeschonend ist, kann der operationsbedingte Blutverlust im Vergleich zur Standardoperation erheblich verringert werden, so dass in vielen Fällen keine Eigenblutspende mehr erforderlich ist. Fremdblutgaben können bei Verwendung eines so genannten "cell savers", der intraoperativ das Blut zurückgewinnt, auf ein Minimum reduziert werden.
Durch die konsequente Schonung der hüftstabilisierenden Muskelgruppen während des Eingriffs können die Patienten das neue Gelenk sofort belasten und bereits nach kurzer Zeit die Gehstützen ablegen. Bei körperlich aktiven Patienten kann dementsprechend die postoperative Rehabilitationsphase erheblich verkürzt werden und im Einzelfall auf eine stationäre Rehabilitationsbehandlung verzichtet werden. Gerade Selbständige und beruflich stark eingespannte Patienten sowie sportlich aktive Betroffene können so sehr rasch wieder an ihren Arbeitsplatz oder in die sportliche Aktivität zurückkehren.
Da die Yale-Technik die Operation unter direkter Sicht ohne die strahlenbelastende Röntgenkontrolle oder die problematische Navigationstechnik erlaubt, ist die wichtigste Forderung der exakten Implantatspositionierung zur Erfüllung der Qualitätskriterien erreicht. Die Haltbarkeit der Prothetik wird dadurch erhöht und kann 20 Jahre und mehr erreichen. Limitierende Faktoren sind lediglich noch die Materialermüdung des Implantats oder eine abnehmende Knochenqualität. Hier garantieren jedoch modernste Titanprothesen mit ultraharten Keramikköpfen und dauerbelastbaren Polyäthylenen ("Marathon-Inlays") Langlebigkeit.
Moderne Hüftprothese Corail® aus Titan mit Hydroxylapatitbeschichtung und Keramikkopf
Bild einer modernen Hüftpfanne zur zementfreien Implantation in Pressfittechnik. Wir bevorzugen die Verwendung eines "Marathon"-Polyäthyleninlays.
Behandlungsablauf
Nach Vereinbarung eines Operations-Termins in der OrthoPraxis wird die OP-Fähigkeit durch den Hausarzt oder einen Internisten festgestellt. Dabei wird das individuelle Risikoprofil ermittelt und entsprechend präoperativ reagiert. Zudem empfehlen wir zur OP-Vorbereitung eine Messung der Knochendichte. Diese kann zeitnah zum Operationstermin in unserer Praxis vorgenommen werden.
Röntgenbild einer zementfrei implantierten Hüfttotal-
endoprothese unmittelbar
postoperativ.
Etwa 4 Wochen vor dem Klinikaufenthalt wird bedarfsweise eine Eigenblutspende durchgeführt. Schon am Tag nach der Operation steht der Patient neben dem Bett und beginnt die Rehabilitation. Nach einem 1 bis 2-wöchigen Aufenthalt in der Klinik schließt sich üblicherweise eine Rehabilitationsphase in einer geeigneten Klinik an. In ausgewählten Fällen kann diese Reha-Phase auch ambulant durchgeführt werden.
Nach Abschluss der Heilbehandlung ist in der Regel die Vollbelastbarkeit erreicht. Das Kunstgelenk wird nicht "gespürt" und soll freie Beweglichkeit erlauben. Bei Verwendung der Yale-Technik kann die Vollbelastung bereits nach wenigen Tagen erreicht werden. Die ambulante Physiotherapie wird am Heimatort fortgesetzt.
Danach werden Nachuntersuchungen zur Kontrolle des Behandlungserfolges durchgeführt. Die Prothesennachsorge umfasst routinemäßige klinische, laborchemische und radiologische Implantatkontrollen.


