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Orthopädische Praxisgemeinschaft Gräfelfing
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Der Ellenbogen

Sportverletzungen, Verschleißerscheinungen des Gelenkes, aber auch Entzündungen der Muskeln und Sehnen gehören zu den häufigsten orthopädischen Diagnosen.
Sportverletzungen
Neben den häufigeren Brüchen kommt es in selteneren Fällen zu Ellenbogengelenksluxationen (Verrenkungen). Je nach dem, ob sich die Teile des Gelenkes oder die gebrochenen Knochen verschoben haben, müssen sie in ihre natürliche Position zurückgebracht und dort fixiert werden. Die Behandlung erfolgt konservativ, wenn nur minimale Verschiebungen der Knochen zueinander vorliegen. In allen anderen Fällen muss das Gelenk operativ rekonstruiert werden, um einer Gelenkstufenbildung mit der Gefahr eines zukünftigen Arthroseschadens vorzubeugen.

Verschleiß (Arthrose)
Im Gegensatz zum Verschleiß der statisch belasteten großen Körpergelenke wie Hüfte und Knie können degenerative Prozesse am Ellenbogengelenk lange Zeit konservativ behandelt werden. Kommt es jedoch zu Funktionsbeeinträchtigungen und Schmerzen, wird ein Gelenkeingriff mit glättenden Maßnahmen an den Gelenkflächen (Arthroplastik) erforderlich. Nur in Ausnahmefällen ist ein künstlicher Ellenbogengelenkersatz notwendig.

Sehr viel häufiger kommen Verschleißerscheinungen am Muskel-Sehnenübergang (so genannter Tennisellenbogen) vor. Nach erfolgloser konsequenter Lokalbehandlung mit Spritzen, Physiotherapie und Entlastung kann durch einen kleinen operativen Eingriff im Rahmen eines kurzen stationären oder ambulanten Aufenthaltes geholfen werden. Dabei wird der entzündlich überbeanspruchte Sehnenspiegel durch Einkerbung entlastet. Nach 2-wöchiger Ruhigstellung in der Oberarmschiene kann die Belastung wieder aufgenommen werden.

Entzündliche Veränderungen des Ellenbogengelenkes
Bei Rheumatikern ergibt sich häufig die Indikation zur Gelenkschleimhautentfernung (Synovektomie). In seltenen Fällen sind die Gelenkpartner durch die entzündlich rheumatischen Veränderungen derart zerstört, dass nur noch der Ellenbogengelenkersatz möglich ist.

Oben: Durch Entzündung zerstörte Gelenkpartner
Unten: Das Ellenbogengelenk nach Implantation eines Ersatzgelenkes

Gelegentlich werden auch Druckschädigungen des Ellennerven (Nervus Ulnaris, Sulcus-Ulnaris-Syndrom) oder des Speichennerven (Supinatorlogen-Syndrom) diagnostiziert, die einen operativen Eingriff erfordern.

Generell werden die Behandlungen des Ellenbogengelenkes mit intensiver Krankengymnastik ergänzt und gegebenenfalls auch mit der Gabe entzündungshemmender Medikamente unterstützt.