Körperregionen
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OrthoPraxisOrthopädische Praxisgemeinschaft Gräfelfing
Dr. med. Robert Kipping
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Neurochirurgische Praxis Gräfelfing
Dr. med. Dr. rer. nat. Markus Eisenburg
Bahnhofstraße 5
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Der Fuß
Verletzungen der Fußregion sind mit stetiger Zunahme vor allem des Freizeitsports häufig in der Praxis anzutreffende Erkrankungen.Die Behandlung von Erkrankungen des kindlichen Fußes muss oft schon kurz nach der Geburt begonnen werden. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter dem Menüpunkt Kinderorthopädie.
Der Vorfuß
Im Bereich des Vorfußes ergeben sich im Lauf des Lebens, aber auch familiär bedingt bei jungen Menschen zahlreiche statische Verformungen des Fußskelettes, die dann im weiteren Verlauf zu knöchernen Fehlstellungen führen und behandelt werden sollten.Ziel jeder Behandlung ist es, eine normale Anatomie des Fußes wieder herzustellen und der Entwicklung einer verschleißbedingten Gelenkeinsteifung (Arthrose des Großzehengrundgelenkes) vorzubeugen.
Einen wesentlichen Baustein der Diagnostik stellt die Fußdruck-Messung dar, die Auskunft über die krankhaften Druckverteilungsmuster gibt (s. Abb.). Die Fußdruck-Messung kann in der OrthoPraxis erfolgen.
Beispiel einer Fußdruck-Messung
Deutlich erkennbar im Farbmuster ist die krankhafte Druckspitze im Mittelfußbereich rechts bei eingesunkenem Fußquergewölbe.
Hallux valgus
In erster Linie sieht man in der orthopädischen Praxis den so genannten Hallux valgus zumeist mit einem Senk-Spreizfuß kombiniert mit gelegentlicher Ausbildung einer Fehlstellung der 2. Zehe (Hammerzehe), seltener der 3. bis 5. Zehe.
Wie entsteht ein solcher "Hallux valgus" ?
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Eine schier unübersehbare Zahl von Vorschlägen zur operativen Korrektur der "Hallux valgus-Deformität" liegt aktuell vor. Besonders bewährt hat sich die von uns seit vielen Jahren angewandte Technik der SCARF-Osteotomie, die eine sichere und dauerhafte Korrektur der Fehlstellung gewährleistet und gleichzeitig durch ihre dreidimensionale Philosophie auch die stets vorhandene Spreizfußproblematik mit berücksichtigt.
So sieht der Fuß vor der Scarf-Operation aus: Man erkennt die Schiefstellung der Großzehe (Hallux valgus) und auf dem rechten Bild das eingesunkene Fußquergewölbe.
Bild eines Hallux valgus nach der Korrekturoperation mittels Scarf-OsteotomieOperative Technik der Scarf-Osteotomie im Schema:
Schema der Scarf-Operation in der seitlichen Ansicht:
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Schema der Scarf-Operation in der Draufsicht (mit zusätzlicher Verkürzung des 1. Strahles zur Druckentlastung):
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Ist eine vollständige Korrektur der Fehlstellung so noch nicht möglich (z.B. bei Fehlstellungen > 30° der Großzehe), muss im Rahmen des gleichen Eingriffes in einigen Fällen noch das Verfahren nach AIKIN, gegebenenfalls unter Entnahme einer Knochenscheibe zur Verkürzung, angeschlossen werden:
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Die Operation kann kurzstationär oder in ausgewählten Fällen ambulant durchgeführt werden. Auch ist eine beiderseitig durchgeführte Operation möglich. Moderne lokale Schmerzbetäubungsmaßnahmen (Fußblockanästhesie) zusätzlich zur Narkose können eine schmerzfreie oder zumindest schmerzarme postoperative Phase gewährleisten.
Postoperativ wird ein Verbandsschuh verordnet, der konsequent zu tragen ist. Nach ca. 4 Wochen kann der Betroffene auf normales aber noch bequemes und weites Schuhwerk übergehen und voll belasten. Allerdings muss man sich auf mehrwöchige Schwellneigungen des Fußes bis zur vollständigen Ausheilung einstellen, die mit weiterer Physiotherapie und Lymphdrainagen behandelt werden.
Röntgenaufnahme eines ausgeprägten Hallux valgus vor und nach der Operation (Scarf-Osteotomie)
Hammerzehe
Zur Korrektur der Zehen 2 bis 5 (2. Zehe bis Kleinzehe) eignet sich in vielen Fällen die Operation nach WEIL. Hierbei wird (ähnlich dem Prinzip der Scarf-Osteotomie) eine Verschiebung des Mittelfußköpfchens ohne Resektion und Zerstörung der Gelenkfläche durchgeführt. Die Fixation geschieht mit eigens dafür entwickelten "Twist-off-Schrauben" aus Titan, die eine sichere und rasche Heilung gewährleisten und nicht entfernt werden müssen.
Operative Technik der Weil-Osteotomie im Schema:
Durch das Höhertreten des Mittelfußköpfchens kann sich die Fußsohlenschwiele zurückbilden. Die kombinierte Verkürzung ermöglicht eine Entspannung der betroffenen Zehe. Wenn Hühneraugen (Clavi) vorhanden waren, heilen diese aus.
Der operative Korrekturvorgang wird folgendermaßen ausgeführt:
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Röntgenbild der Weil-Operation (links vor,rechts nach dem Eingriff)
Hallux rigidus
Ist einmal eine verschleißbedingte Gelenksteife eingetreten (Hallux rigidus), so kommen lediglich Gelenkeingriffoperationen mit Resektionen der Gelenkknochen oder eine Versteifung in Frage. Im Großzehengrundgelenksbereich hat sich bislang die Implantation eines Kunstgelenkes nicht ausreichend bewährt.
Der folgende Film zeigt das Beispiel einer operativ durchgeführten Versteifung (Arthrodese) des Großzehengrundgelenkes mit Memory-Staples. Es handelt sich hierbei um thermolabile Bimetall-Staples, die sich nach Einbringen in den Körper und anschließender Erwärmung stabil verspannen und eine sofortige Übungsstabilität ermöglichen:
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Das Sprunggelenk
Im Vordergrund stehen die Bandverletzungen des oberen Sprunggelenkes, die bis auf wenige Ausnahmen sehr gut konservativ mit einer geeigneten Knöchelorthese behandelt werden können.
Beispiele einer Orthesenversorgung nach Kapselbandverletzungen des Sprunggelenkes
Knöcherne Verletzungen werden in aller Regel operativ behandelt. Wichtig ist in jedem Fall eine genaue Analyse der Verletzung durch eine fachärztliche Untersuchung in der Praxis, gefolgt von einer Röntgenuntersuchung und gegebenenfalls ergänzt durch kernspintomographische Spezialuntersuchungen zur Erkennung von Bandverletzungen.
Röntgenbild einer Außenknöchelfraktur Die Versorgung geschieht zumeist wie abgebildet mittels einer Verschraubung oder Verplattung.
Verschleiß (Arthrose) oberes Sprungelenk
Bei starker Zerstörung des oberen Sprunggelenkes, z. B. durch einen fortgeschrittenen Gelenkverschleiß (Arthrose), Folgen vorangegangener Verletzungen oder auch durch rheumatische Destruktionen, können größere operative Maßnahmen wie z. B. der Gelenkersatz notwendig sein.
Neben der Implantation eines künstlichen Sprunggelenkes hat immer noch die Versteifung (Arthrodese) des oberen Sprunggelenkes einen hohen Stellenwert, da im Gegensatz zur landläufigen Meinung mit dieser Methode ein stabiles und schmerzfreies sowie unauffälliges und sicheres Gangbild zu erzielen ist.
Der Klinikaufenthalt für diesen Eingriff beträgt in der Regel 7 Tage. Bis zur knöchernen Ausheilung nach etwa 8 bis 10 Wochen wird weiterhin ein Kunststoffgips oder ein Verbandsschuh getragen. Danach ist schmerzfreies Gehen im Konfektionsschuh (gegebenenfalls mit Abrollhilfe an der Sohle) möglich.
Bild einer operativen Versteifung eines oberen Sprung-gelenkes bei fortgeschrittener schmerzhafter Arthrose












