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OrthoPraxisOrthopädische Praxisgemeinschaft Gräfelfing
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Das Knie
Das Knie gehört zu den kompliziertesten Gelenken des menschlichen Körpers und ist gleichzeitig auch besonders belastet und exponiert. Der komplexe Bandapparat sowie die Menisken sind besonders durch sportliche Aktivitäten gefährdet, während die Knorpelstrukturen durch Abnutzung und Verschleiß bis hin zur Arthrose bedroht sein können.Ob Sportverletzungen oder Verschleiß (Arthrose), eine Vielfalt von Behandlungsmöglichkeiten steht offen, um die Heilung und die schmerzfreie Funktion des Gelenkes wiederherzustellen.
- Sport- und Bandverletzungen
- Verschleiß (Arthrose)
- Umstellungsoperationen
- Gelenkersatz
- Wechseloperationen
Sport- und Bandverletzungen
Sportverletzungen am Knie betreffen den Meniskus, den Gelenkknorpel oder die Bänder und kommen auch in Kombination vor.
Verletzungen des Meniskus, wie Ein- und Abrisse erfordern die Wiederbefestigung (Refixation) und die Entfernung der zerstörten Teile. Dabei kann zur Befestigung eine Naht ausreichen, in vielen Fällen wird ein so genannter Meniskusanker verwendet. Diese Eingriffe werden arthroskopisch durchgeführt, in der Regel ambulant, in besonderen Fällen auch kurz stationär.
In Fällen, in denen die Knorpeloberfläche beschädigt ist, kann diese arthroskopisch geglättet werden. Bei lokalisierten (begrenzten) Defekten kann auch ein Knorpel-Knochenzylinder von einem nichtbetroffenen Gelenkteil transplantiert werden. In Ausnahmefällen kann auch die Anzüchtung von Knorpelzellen vorgenommen werden mit anschließender Transplantation.
Der Krankenhausaufenthalt dauert üblicherweise nur 3 bis 5 Tage, die Rehabilitation bis zu drei Monaten.
Während Innenbandverletzungen oft konservativ behandelt werden können, erfordern Kreuzbandrisse häufig eine operative Therapie mit körpereigenen Transplantaten (Semitendinosus- oder Patellasehne). Diese Eingriffe sind in der Regel mit einem kurzen stationären Aufenthalt verbunden. Die Rehabilitation dauert üblicherweise ca. 6 Wochen, die Sportfähigkeit ist je nach Sportart in 3 bis 6 Monaten wiederzuerlangen.
Verschleiß (Arthrose)
Der Gelenkverschleiß wird stadien- und intensitätsabhängig behandelt und am Alter des Patienten orientiert. Im Frühstadium kommen zunächst physikalische und medikamentöse Behandlungen in Betracht wie z. B. entzündungshemmende Medikamente oder Gelenkinfiltrationen mit so genannten Knorpelaufbaupräparaten (z. B. Suplasyn®) zur Anwendung.
Im fortgeschrittenen Stadium kommen arthroskopische und/ oder achskorrigierende Eingriffe in Betracht. Bei arthroskopischen Operationen werden minimalinvasiv unter Kamerasicht der Knorpel und die Meniskusstrukturen geglättet und gegebenenfalls die entzündlich veränderte Gelenkschleimhaut entfernt (Synovektomie). Bei Beinachsdeformitäten, die sehr häufig zur frühzeitigen Arthrose führen, werden Umstellungsoperationen durchgeführt.
Im späteren Stadium wird ein Gelenkersatz (Implantat) nötig, der wiederum je nach Lokalisation und Ausmaß des Gelenkverschleißes oberflächenersetzend, teilgekoppelt oder gekoppelt ausgeführt wird.
Umstellungsoperationen
Bei Verschleiß aufgrund von Achsfehlstellungen junger Patienten (X-Bein, O-Bein) kann eine achskorrigierende Umstellungsoperation durchgeführt werden. Üblicherweise werden die Korrekturen am Ort der Fehlstellung vorgenommen, also entweder am Oberschenkel- oder Unterschenkel.
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| Links Kniegelenk mit innenseitigem Verschleiß, rechts nach Achskorrektur. Sehr gut erkennbar ist die postoperativ erzielte Korrektur der Beinachse mit Entlastung des innenseitigen Gelenkabschnittes. |
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Der Klinikaufenthalt beträgt bei Umstellungsoperationen am Kniegelenk ca. 5 bis 10 Tage. Es schließt sich eine ambulante Physiotherapie an mit schrittweisem Aufbau der Belastung bis zur knöchernen Heilung. Das Metallimplantat wird ca. 12 Monate nach der Operation wieder entfernt. Dies ist grundsätzlich auch im Rahmen eines ambulanten Eingriffs möglich.




