Hüftarthrose bedeutet für viele Menschen, dass auf einer Seite das Hüftgelenk ausgetauscht werden muss. Einige Zeit danach dann oft auch die andere Seite. Doch dass gleich beide Gelenke während eines Eingriffs ausgetauscht werden, kommt selten vor.

Für diese Doppellösung hat sich Juri I. entschieden. Vor einer Woche wurden ihm an der WolfartKlinik in einer OP beide Hüftgelenke durch Implantate ersetzt.

„Juri I. kann schon wieder lachen!“ sagt Dr. med. Robert Kipping. Er ist der Leiter des Endoprothesenzentrums der Maximalversorgung in der Klinik und hat bei seinem Patienten die aus den USA stammende und von ihm weiter entwickelte minimalinvasive Yale-Technik angewandt.

Mit der Yale-Technik ist es möglich, besonders schonend ein künstliches Hüftgelenk - zum Beispiel bei einer schmerzhaften Arthrose - zu ersetzen.

„Ich nutze dieses Verfahren bereits seit dem Jahre 2004. Während der Operation wird zusätzlich eine infrarotkameragestütze Navigationstechnik eingesetzt. Damit ist eine hervorragende Wiederherstellung der Hüftgeometrie möglich" erklärt der Arzt weiter.

Nicht jeder ist für so eine Operation geeignet. Nur schätzungsweise bis zu einem Drittel der Patienten mit Hüftarthrose erhalten in der WolfartKlinik gleich zwei Hüftgelenken in nur einer einzigen Narkose.

Voraussetzung für so einen simultanen Eingriff bzw. eine Doppel-OP ist vor allem ein entsprechend guter Allgemeinzustand.

Und Juri I.? Er kann nach einer Woche bereits ohne Gehstützen laufen und beide Beine voll belasten. Möglich ist dies, da die moderne Implantationstechnik die wichtigen Hüftmuskeln schont.

Der Artikel erschien am 03.04.2019 im Wochenanzeiger.

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